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Gusseisenpfanne: emailliert oder nicht?

Gusseisenpfannen: emailliert und nicht beschichtet

Emaillierte Gusseisenpfanne vs. nicht beschichtete Gusseisenpfanne, welche kaufen? Beide Pfannen-Varianten können mit einer Menge Vorteile aufwarten!

Auf dem Markt gibt es zwei Arten von Pfannen aus Gusseisen: Gusseisen in Rohform und emailliertes Gusseisen.

Beide gusseiserne Pfannen haben unterschiedliche Anforderungen an den Umgang und Pflege. Zuerst muss aber unterschieden werden, welcher Oberflächenbehandlungstyp Ihre neue Pfanne ist. Trotz optischer Ähnlichkeit bei den Gusspfannen zwischen unbehandelten oder emaillierten Modellen zu unterscheiden gilt.

Gusseiserne Pfannen, Vergleichstabelle:

unbehandelte gusspfanne

emaillierte Gusspfanne

Beschichtung

keine

emailliert (1-3 Schichten)

Lebensdauer

unverwüstlich

Emaille kann mit der Zeit abplatzen

Pflege

pflegebedürftig

pflegeleichter

Kann in die Spülmachine?

nicht empfohlen

Kann das Essen in der Pfanne aufbewahrt werden?

Urgeschmack

stärker ausgeprägt

normal

Säurehaltige Speisen

Preisgünstig

Nicht beschichtete Gusseisenpfanne

Für viele ist eine gusseiserne, unbeschichtete, vernünftig eingebratene Pfanne die beste Wahl. Unbehandelte Gusseisenpfanne ist ein echter Klassiker mit Charakter. 

Mehr Natur-Geschmack und eine gleichmäßige Hitzeverteilung sorgen für ein leckeres Brataroma. Außerdem bleiben die meisten Vitamine und Mineralstoffe erhalten. 

Eine hochwertige Gusseisenpfanne wird ihre Nutzer mehrere Jahrzehnte begleiten. Allerdings ist die Pflege etwas komplizierter als bei einem emaillierten Modell.

Eine unbeschichtete Gusseisenpfanne muss zuerst eingebrannt werden, damit sie eine Anti-Haftbeschichtung und Patina erhält und nicht rostet. 

Christian Henze, der deutche Starkoch, empfielt: 

"Zehn Esslöffel Salz in die Pfanne geben und auf die Herdplatte stellen. Drei, vier Minuten warten, bis die Pfanne richtig heiß wird und das Salz sich verfärbt. Das Salz vorsichtig auskippen, die Pfanne mit Küchenpapier säubern, anschließend mit Öl ausreiben. Durch dieses 'Ausbrennen' klebt die Pfanne nie wieder an." (mehr HIER)

Ist eine Pfanne aus Roh-Guss nicht richtig eingebrannt, können die Lebensmittel anbraten.

Sobald eine Patina entstanden ist, kann man in der Pfanne auch besonders aromatische Saucen zubereiten. Für die Zubereitung von säurehaltigen Lebensmittel (Tomaten, Obst) eignet sich eine unbeschichtete Gusseisenpfanne nicht, denn die Säure könnte die Patina zerstören. Für solche "sossige" Speisen eine emaillierte Gusseisenpfanne sicher besser geeignet ist.

Speise nach Eisen schmeckt? Wichtig: Man sollte die Speisen in Gusseisenpfannen ohne Beschichtung nicht lange aufbewahren, weil das Gargut mit einer zusätzlichen Portion Eisen angereichert wird. Zum Aufbewahren ist die nicht beschichtete Gusseisenpfanne ungeeignet.

Unbehandelte Gusspfannen kurz und bündig

  • Nach dem Gebrauch sollte eine Pfanne aus rohem Guss eingeölt werden. Auch dadurch wird eine Rost-Bildung verhindert. 
  • Pfannen aus Rohgusseisen sind schnitt- und kratzfest. In der Folge können Sie beinahe jedes Wendebesteck verwenden, ohne damit Schaden anzurichten.
  • Unbeschichtete Gusseisenpfannen sind besonders langlebig und gewöhnlich preisgünstiger als emaillierte Pfannen aus Guss.
Gusseisenpfannen: emailliert und nicht beschichtet

Links eine unbehandelte LODGE Gusseisenpfanne, rechts rot emaillierte gusseiserne Pfanne von LAVA

Emaillierte Gusseisenpfanne

Emaillierte Pfannen aus Gusseisen lassen sich ähnlich wie das Kochgeschirr aus Edelstahl nutzen. Sie sind mit einer Schutzschicht aus Metalloxiden versehen. Dank der unreaktiven Eigenschaften von Emaille können Sie darin auch Acid-Essen problemlos zubereiten.

Emaillierte Gusspfannen sehen optisch sehr schön aus. Sie sind pflegeleichter, aber teuerer als nicht beschichtete gusseiserne Pfannen. 

Ist meine Gusspfanne emailliert oder unbehandelt? Bei einer "schwarz emaillierten" Gusseisenpfanne ist häufig nicht zu erkennen, dass sie über eine Beschichtung verfügt. Ihre häufig leicht "samtig" scheinende Oberfläche sieht nicht wie klassisches Emaille aus.

Im Handel finden ambitionierte Gourmet-Köchinnen/Köche auch mit hellem Emaile beschichtete Pfannen, die nach Ansicht von Experten die Hitze aber nicht so gut leiten. Ist sie angebrannt sieht diese Variante in der Regel nicht so ästhetisch aus. Zudem lässt sich das Angebrannte schwieriger beseitigen.

Emaillierte Gusspfannen kurz und bündig

  • Pfannen aus emailliertem Gussseisen geben kein Eisen an das Essen ab. Daher ist es auch möglich, Speisen darin aufzubewahren.
  • Weil das Emaille mit der Zeit häufig spröde wird, kann es auch abplatzen. In der Folge sind die beschichteten Pfannen in der Regel auch nicht so lange haltbar wie ihre unbeschichteten Verwandten.
  • Bei der Anschaffung schlagen die emaillierten Fabrikate im Allgemeinen aber kräftiger zu Buche.
  • Beschichtete Gusseisenpfannen werden nicht eingebrannt. 

Was haben beide Arten von Gusseisenpfannen gemeinsam?

Beide Gusseisenpfannen-Varianten sind nicht für die Spülmaschine geeignet. Modelle aus Roh-Gusseisen würden im Geschirrspüler ihre Patina verlieren und daher rosten. Bei der emaillierten Version könnten durch die Spülgänge in der Maschine die Farben verblassen. Daher sollten beide Arten nur kurz unter heißem, fließendem Wasser gereinigt werden.

Sowohl die unbeschichteten- als auch die emaillierten Gusseisenpfannen sind für alle Herd-Arten geeignet. Sie bewähren sich auch perfekt auf einem Induktionsherd, auf dem Grill, sowohl über offenem Feuer.

Mit gusseisernen Pfanen ohne Holzgriff können Sie mit den Pfannen auch im Backofen herrliche Gerichte brutzeln. Beide Modelle sind formschön, massiv und überzeugen mit ihrem rustikalen Design.

Vor dem Kauf gilt es zu überlegen, welche Pfannen-Version am besten zu Ihnen passt. Ganz gleich zu welcher Pfannen-Art Sie greifen - Sie werden keinen Fehler machen.